Dynamischer Stromtarif: Warum ich den Borochi Dynamic Tarif meinen Kunden empfehle
Ich werde immer wieder gefragt: „Samuel, lohnt sich ein dynamischer Stromtarif überhaupt?" Meine ehrliche Antwort: Es kommt darauf an – aber für viele Menschen, die schon eine PV-Anlage haben oder aktiv über ihren Verbrauch nachdenken, ist die Antwort inzwischen klar: Ja.
Strom ist nicht immer gleich teuer. An der Europäischen Strombörse (EPEX SPOT) schwanken die Preise stündlich – manchmal liegt der Preis nachts oder mittags bei fast null, manchmal schießt er morgens beim Einschalten der Kaffeemaschinen halb Deutschlands nach oben. Der klassische Standardtarif ignoriert das vollständig. Du zahlst einen Einheitspreis – egal ob der Börsenstrom gerade teuer oder günstig ist. Das war lange Zeit einfach so, und die meisten haben es akzeptiert.
Seit einiger Zeit gibt es eine sinnvolle Alternative: dynamische Stromtarife, bei denen der Preis, den du zahlst, direkt mit dem Börsenstrompreis zusammenhängt. Einer der Anbieter, mit dem wir bei tepto zusammenarbeiten, ist Borochi. Ich erkläre dir heute, was hinter dem Borochi Dynamic Tarif steckt, für wen er sinnvoll ist – und wo ich aus meiner Erfahrung als Elektrotechniker Einschränkungen sehe.
Was ist ein dynamischer Stromtarif überhaupt?
Ein dynamischer Stromtarif koppelt deinen Strompreis an den aktuellen Börsenpreis. Statt eines festen Kilowattstunden-Preises, der über das ganze Jahr gleich bleibt, zahlst du einen Preis, der sich stündlich oder täglich ändert.
Das Prinzip ist simpel: Wenn wenig Strom verbraucht wird und viel erneuerbare Energie ins Netz einspeist – etwa an einem sonnigen Frühlingstag oder nachts – sinken die Börsenpreise. Wer dann gezielt Strom bezieht, zahlt deutlich weniger. An Tagen mit hohem Verbrauch oder wenig Wind und Sonne kann der Preis dagegen steigen – ein dynamischer Tarif gibt beide Bewegungen weiter.
Beim Borochi Dynamic Tarif wird der Strompreis auf Basis des EPEX-Spot-Marktpreises berechnet. Wie funktioniert das ohne intelligenten Stromzähler? Das ist tatsächlich die Regel bei jedem dynamischen Tarif: Solange in deinem Haushalt kein Smart-Meter-Gateway verbaut ist, kann dein Verbrauch nicht viertelstündlich gemessen werden. Deshalb wird er – bei Borochi wie bei allen anderen Anbietern – anhand des bundesweiten Standardlastprofils (SLP) „Haushalt" berechnet. Das SLP bildet den typischen Verbrauchsverlauf eines Durchschnittshaushalts über Tag, Woche und Jahreszeiten ab.
Daraus ergibt sich ein nach diesem Profil gewichteter, monatlicher Börsenstrom-Durchschnittspreis. Statt eines einzelnen Stundenpreises zahlst du also einen über den Monat geglätteten Mittelwert, der einzelne Preisspitzen abfedert. Der entscheidende Punkt: Genau weil das SLP unabhängig von deinem tatsächlichen Verbrauchsverhalten greift, profitierst du von den günstigen Börsenpreisen auch dann, wenn du keine PV-Anlage, keinen Speicher und kein Energiemanagement hast – ohne Smart Meter und ohne dein Verhalten anpassen zu müssen.
Börsenstrompreis im Tagesverlauf
Stündliche Schwankungen im Vergleich zum Festpreis-Tarif
* Exemplarischer Tagesverlauf auf Basis typischer EPEX-SPOT-Kurven. Tatsächliche Preise variieren täglich.
Wie funktioniert der Borochi Dynamic Tarif konkret?
Der Borochi Dynamic Tarif ist bewusst einfach gehalten. Du schließt ihn komplett online ab – kein Techniker muss vorbeikommen, kein Einbau ist notwendig.
Abgerechnet wird – wie bei allen dynamischen Tarifen für Haushalte ohne Smart-Meter-Gateway – nach einem nach Standardlastprofil gewichteten Börsenstrompreis-Durchschnitt. Das klingt sperriger als es ist: Da ohne intelligentes Messsystem kein viertelstündlicher Verbrauch gemessen werden kann, wird dein Verbrauch über das typische Profil eines Normalhaushalts auf die Börsenpreise umgelegt. Du zahlst so einen monatlichen Durchschnittspreis des Börsenstroms – nicht den Preis einer einzelnen, teuren Stunde, sondern einen geglätteten Mittelwert über den Abrechnungszeitraum.
Was mich als Praktiker überzeugt: Der Tarif ist monatlich kündbar. Kein langjähriger Vertrag, kein Risiko. Das ist bei einem noch verhältnismäßig neuen Tarifmodell wichtig – du kannst ausprobieren, ob es zu dir passt, und bei Bedarf wechseln.
Wer profitiert besonders vom dynamischen Stromtarif?
Aus meiner Sicht als Elektrotechniker profitieren grundsätzlich drei Gruppen – und zwar deutlich unterschiedlich stark.
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Haushalte ohne eigene Anlagen – ganz ohne Smart Meter: Auch wer weder PV-Anlage noch Speicher hat und seinen Verbrauch nicht aktiv steuert, kann vom Borochi Dynamic Tarif profitieren. Da ohne Smart-Meter-Gateway nach Standardlastprofil abgerechnet wird, bekommst du den monatlichen Börsenstrom-Durchschnitt – ganz ohne Investition in Messtechnik und ohne dein Verhalten umzustellen. Liegt dieser Durchschnitt unter deinem bisherigen Festpreis, sparst du, ohne irgendetwas tun zu müssen. Der Effekt ist moderater als bei aktiven Verbrauchern, aber er ist real und völlig aufwandsfrei.
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Haushalte mit PV-Anlage oder Batteriespeicher: Wer ohnehin schon Solarstrom produziert und einen Speicher betreibt, kann den Eigenverbrauch optimieren und gleichzeitig vom günstigen Netzstrom profitieren, wenn der Speicher leer ist. Ein smartes Energiemanagementsystem kann in diesem Fall genau dann Netzstrom laden, wenn er günstig ist. Wenn dich das interessiert, empfehle ich dir auch unseren Artikel darüber, wie das intelligente Borochi-System bis zu 70 % deiner Stromkosten spart – verglichen mit einem Haushalt ohne eigene Anlagen und ohne dynamischen Tarif.
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Haushalte, die flexibel verbrauchen können: Wer Waschmaschine, Spülmaschine oder Elektroauto zeitgesteuert lädt, kann mit einem dynamischen Tarif aktiv Geld sparen – indem er diese Geräte in günstige Stunden legt. Das volle Potenzial entfaltet sich hier allerdings erst mit einem Smart Meter und viertelstündlicher Abrechnung (dazu unten mehr).
Dynamischer Tarif vs. klassischer Festpreis-Tarif
Monatliche Stromkosten im Vergleich
* Beispielhafte Darstellung für einen Durchschnittshaushalt (~3.500 kWh/Jahr). Tatsächliche Ersparnisse variieren je nach Börsenpreislage.
Dynamischer Tarif und PV-Anlage: Eine starke Kombination
Ich sehe in der Praxis immer öfter, dass Hausbesitzer mit Photovoltaikanlage und Speicher den größten Nutzen aus einem dynamischen Stromtarif ziehen. Die Logik dahinter ist nachvollziehbar: Wenn deine PV-Anlage tagsüber produziert und der Speicher voll ist, brauchst du kaum Netzstrom. Wenn du abends oder nachts Strom benötigst, kann ein smartes System genau dann laden, wenn der Preis niedrig ist.
Wie gut das funktioniert, hängt natürlich von der eigenen Anlage und dem Energiemanagementsystem ab. Mehr zur Kombination aus PV und dynamischen Tarifen findest du in unserem Artikel „Dynamischer Stromtarif für PV-Anlagen: Die beste Kombination für niedrige Stromkosten in 2026".
Das nächste Level: Noch mehr sparen mit Smart Meter
Wer mit dem Borochi Dynamic Tarif startet, bekommt zunächst die SLP-Abrechnung – also den monatlichen Börsenstrompreis-Durchschnitt auf Basis des typischen Haushaltsprofils. Das ist nicht Borochi-spezifisch, sondern bei jedem dynamischen Tarif so, solange kein Smart-Meter-Gateway verbaut ist. Für den Einstieg ist das ideal: Du profitierst sofort von den Börsenpreisen, ohne Messtechnik und ohne Wartezeit.
Sobald du jedoch ein intelligentes Messsystem mit Smart-Meter-Gateway installiert hast, wird die Abrechnung präziser: Dann wird dein tatsächlicher Verbrauch viertelstündlich erfasst und zum echten Börsenstrompreis der jeweiligen Viertelstunde abgerechnet. Du partizipierst damit direkt an den stündlichen Schwankungen der Strombörse – verschiebst du deinen Verbrauch in günstige Viertelstunden, schlägt sich das unmittelbar in deiner Rechnung nieder. Den Tarif behältst du dabei, nur die Abrechnungsmethode wechselt.
Wer seinen Verbrauch aktiv steuert – zum Beispiel mit einer Wärmepumpe, einem Batteriespeicher oder einem Energiemanagementsystem – kann mit dem Smart Meter das volle Potenzial des dynamischen Tarifs ausschöpfen. Ich sehe das in der Praxis immer deutlicher: Der Smart Meter ist mittelfristig der entscheidende Hebel, wenn man wirklich von den Börsenschwankungen profitieren möchte.
Das Gute: Du kannst heute ohne Smart Meter starten und später jederzeit auf die viertelstündliche Abrechnung wechseln – ohne neue Vertragsbindung. Und du bist dabei nicht auf deinen grundzuständigen Messstellenbetreiber angewiesen: Den Smart Meter kannst du jederzeit direkt über inexogy bestellen.
inexogy ist ein bundesweiter, wettbewerblicher Messstellenbetreiber und übernimmt den kompletten Prozess – von der Bestellung über die Abstimmung mit dem Netzbetreiber bis zum Einbau. Kein Hin und Her mit dem grundzuständigen Messstellenbetreiber, keine regional unterschiedlichen Abläufe: inexogy baut ein und betreibt die Messstelle anschließend als dein wettbewerblicher Messstellenbetreiber. Der Einbau erfolgt in der Regel binnen weniger Wochen (typischerweise rund 8 bis 10 Wochen, sofern die Wechselprozesse mit dem Netzbetreiber reibungslos laufen) – also deutlich planbarer als das Warten auf den Pflicht-Rollout.
Für dich als Borochi-Kunde kommt ein konkreter Vorteil hinzu: Borochi ist Partner von inexogy. Über diese Rahmenvereinbarung bekommst du den Einbau zum Sonderpreis.
Wichtig für alle, die jetzt zur Miete wohnen: Das Recht auf ein intelligentes Messsystem und die freie Wahl eines wettbewerblichen Messstellenbetreibers steht grundsätzlich jedem Anschlussnutzer zu – also auch Mietern, nicht nur Eigentümern. Du musst dazu keine Zustimmung deines Vermieters einholen, um über inexogy einen Smart Meter für deine eigene Verbrauchsstelle zu beauftragen. Damit kann am Ende praktisch jeder Haushalt von der viertelstündlichen Abrechnung profitieren.
Meine Praxis-Einschätzung: Was du wissen solltest, bevor du wechselst
Ich bin kein Fan davon, jedem sofort zu raten, seinen Tarif zu wechseln. Dynamische Tarife sind kein Selbstläufer, und ich möchte ehrlich mit dir sein.
Was für den Borochi Dynamic Tarif spricht:
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Kein Smart Meter erforderlich – ohne Gateway wird per Standardlastprofil abgerechnet, sodass auch Haushalte ohne eigene Anlagen sofort vom Börsenstrom-Durchschnitt profitieren
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Monatliche Kündbarkeit ohne Risiko
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Du partizipierst an den Börsenpreisen – in beide Richtungen, mit dem Potenzial, günstiger als ein Festpreis-Tarif zu fahren
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Digitaler Abschluss in wenigen Minuten
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Optional: Upgrade auf viertelstündliche Echtzeit-Abrechnung mit Smart Meter möglich
Was du realistisch einschätzen solltest:
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Der Preis ist variabel und kann in einzelnen Monaten höher ausfallen als in anderen – durch die SLP-Gewichtung werden einzelne Stunden-Spitzen allerdings über den Monat abgefedert
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Für maximalen Nutzen brauchst du Flexibilität beim Verbrauch oder ein Energiemanagementsystem
Wenn du bereits eine PV-Anlage mit Speicher hast oder planst, eine anzuschaffen, würde ich einen dynamischen Tarif heute immer empfehlen. Der technische Fortschritt geht klar in diese Richtung, und wer früh wechselt, verschafft sich einen Vorteil.
Wenn du noch keine PV-Anlage hast und deinen Verbrauch kaum flexibel gestalten kannst, lohnt es sich trotzdem, die aktuellen Preise zu vergleichen – der Borochi Dynamic Tarif kann auch dann günstiger sein als dein bisheriger Festpreis-Tarif.
Jetzt den Borochi Dynamic Tarif abschließen
Du möchtest direkt loslegen? Der Abschluss funktioniert komplett online, ohne Wartezeit und ohne Einbau.
Fazit
Dynamische Stromtarife sind kein Hype mehr, sie sind eine ernstzunehmende Möglichkeit, Stromkosten zu senken. Der Borochi Dynamic Tarif ist dabei besonders zugänglich, weil er keinen Smart Meter voraussetzt und monatlich kündbar ist. Das macht ihn zu einem guten Einstieg, um das Thema auszuprobieren – ohne lange Vertragsbindung und ohne technischen Aufwand.
Wer langfristig denkt und mit PV, Speicher und einem intelligenten Energiemanagementsystem kombiniert, hat das meiste Potenzial, seinen Strompreis dauerhaft zu senken.
Häufig gestellte Fragen
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