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Hoymiles HiBattery X: Der Batteriespeicher für Balkonkraftwerk und PV-Anlage

HiBattery 4020 X, Speicher, Server, Turm, Metallisch-grau

Der Hoymiles HiBattery X ist ein Batteriespeicher mit 4.020 Wh Kapazität, integriertem Wechselrichter und 4 kW Eingangsleistung – konzipiert für alle, die mehr aus ihrer PV-Anlage herausholen wollen. Ob als Erweiterung eines bestehenden Balkonkraftwerks oder als Herzstück einer größeren Eigenheimanlage: Dieses Gerät setzt in seiner Klasse eigene Maßstäbe.

Das Wichtigste in Kürze

  • 4.020 Wh Kapazität – stapelbar auf über 16 kWh
  • 4 MPPT-Eingänge mit je 1.000 W Eingangsleistung (4 kW gesamt)
  • 2.500 W AC-Ausgang – auch als unterbrechungsfreie Stromversorgung nutzbar
  • Integriertes Feuerlösch-Kit und Lithium-Eisenphosphat-Zellen (LiFePO4)
  • Offene MQTT-Schnittstelle für lokale Smart-Home-Anbindung, kein Cloud-Zwang

Was steckt im HiBattery X?

Der vollständige Produktname lautet Hoymiles HiBattery 4020 X – die Zahl steht für die Kapazität: 4.020 Wh, also gut 4 kWh pro Einheit. Das Gerät ist kein reiner Speicher, sondern ein kombiniertes System aus Speicher und integriertem Wechselrichter. Das macht es kompakter in der Planung und reduziert den Verkabelungsaufwand im Vergleich zu separaten Komponenten.

Das Display auf der Vorderseite zeigt die wichtigsten Werte in Echtzeit: PV-Leistung, Ladestand in Prozent sowie den aktuellen Lade- oder Entladestrom. Eine klare Übersicht, ohne dass man dafür die App öffnen muss.

Auf der Seite befinden sich vier MPPT-Eingänge. Was auf den ersten Blick wie Standard wirkt, ist es beim genauen Hinschauen nicht – dazu gleich mehr.

4 kW Eingangsleistung: Was das in der Praxis bedeutet

Die meisten Speicher für Balkonkraftwerke begrenzen die Eingangsleistung pro MPPT auf 500 oder maximal 600 Watt. Der HiBattery X erlaubt 1.000 W pro MPPT-Eingang – bei vier Eingängen ergibt das eine Gesamteingangsleistung von 4 kW.

In der Praxis bedeutet das: An jedem Eingang lassen sich zwei 500-Watt-Module parallel betreiben. Damit kann der Speicher eine deutlich größere PV-Anlage direkt versorgen, ohne dass eine externe DC-Weiche oder ein zusätzlicher Regler nötig ist.

Ein Detail, das ich bisher bei keinem anderen Hersteller in dieser Form gesehen habe: Temperaturüberwachung in jedem MC4-Stecker. Zwei Sensoren je Stecker messen kontinuierlich die Wärme am Verbindungspunkt. Wird es dort wärmer – zum Beispiel wegen eines nicht vollständig gesteckten oder schlecht gekrimmpten Steckers – erkennt das System das sofort und schaltet ab, bevor ein Problem entsteht. Das ist kein Feature für den Datenblatt-Vergleich, sondern echter Mehrwert für den sicheren Betrieb über Jahre.

Der AC-Ausgang mit 2.500 W

Der integrierte Wechselrichter gibt bis zu 2.500 Watt über eine Steckdose ab – oder nimmt bis zu 2.500 W über dieselbe Buchse auf. Das ist ein Schuko-Ausgang, kein Wielandstecker, kein Spezialkabel.

Was das konkret ermöglicht:

  • Der Hoymiles HMS-1600 (1.600 W AC-Ausgangsleistung) lässt sich direkt anschließen und speist so mit voller Leistung ein.
  • Wer eine größere Anlage plant, kann an die vier MPPT-Eingänge bis zu 4 kW PV-Leistung anschließen und über die Steckdose zusätzliche Module mit einem separaten Mikrowechselrichter kombinieren. In Summe ergibt sich damit eine vollwertige Anlage im Bereich 5–6 kW.
  • Die Steckdose liefert außerdem eine unterbrechungsfreie Stromversorgung (USV) mit einer Umschaltzeit von unter 20 Millisekunden. Server, Netzwerkgeräte oder medizinische Geräte, die einen Stromausfall nicht vertragen, können direkt hier angeschlossen werden.

Wichtig: Standardmäßig ist der Ausgang auf 800 W begrenzt – die klassische Balkonkraftwerk-Grenze. Wer die volle 2.500-W-Leistung nutzen will, muss die Anlage von einem Elektriker abnehmen und entsprechend anmelden lassen. Das ist keine Besonderheit des HiBattery X, sondern die aktuelle Rechtslage für Anlagen über 800 W Einspeiseleistung.

Mehr zur 800W-Grenze findest du in unserem Ratgeber zu diesem Thema:

Erwachsener, Männlich, Mann, Person, Laptop

800-Watt-Grenze einfach erklärt

So nutzt du mit der Stromwächter-Funktion deinen Solarstrom vollständig - trotz 800-Watt-Einspeisegrenze.

Sicherheit: LiFePO4, Feuerlöscher und Überdruckventil

Der HiBattery X verwendet Lithium-Eisenphosphat-Zellen (LiFePO4). Diese Zelltechnologie ist chemisch deutlich weniger reaktionsfreudig als die Lithium-Ionen-Akkus in Smartphones oder Laptops. Dass ein LiFePO4-Speicher brennt, ist in der Praxis äußerst selten – das Risiko liegt bei dieser Zellchemie strukturell niedriger als bei anderen Lithium-Varianten.

Trotzdem hat Hoymiles zusätzliche Sicherheitsstufen eingebaut:

  • Integriertes Feuerlösch-Kit auf Aerosol-Basis: Im Inneren ist ein System verbaut, das im Brandfall den Sauerstoff entzieht und das Feuer erstickt, bevor es sich ausbreiten kann.
  • Überdruckventil an der Seite: Verhindert, dass sich Druck aufbaut und das Gehäuse beschädigt wird.
  • Temperaturüberwachung in den MC4-Steckern: Wie oben beschrieben, erkennt das System kritische Wärme an den Verbindungspunkten frühzeitig.

Diese Kombination macht den Speicher zu einem der am gründlichsten abgesicherten Geräte in seiner Klasse – auch wenn man diese Sicherheitsstufen im Normalfall nie brauchen wird.

Smart Home, App und Schnittstellen

Eine RJ45-Buchse auf der Rückseite des Geräts ermöglicht die Anbindung an lokale Netzwerke.

Der HiBattery X unterstützt:

  • MQTT (offene Schnittstelle, kein Cloud-Zwang) – für Home Assistant und andere lokale Heimautomationslösungen
  • Shelly 3EM Pro als Smartmeter zur Hausverbrauchsmessung
  • Ecotracker von Hoymiles für die direkte Energieflussmessung

Die Hoymiles Home App zeigt PV-Ertrag, Ladestand, Verbrauch und aktuelle Ein-/Ausgangsleistung übersichtlich in einem Dashboard. Eine kleine Spielerei am Rande: Während der Fußball-WM 2026 lässt sich das Interface auf die eigene Lieblingsmannschaft einstellen – zeigt, dass die Entwickler nicht nur auf Funktionstiefe achten.

Hoymiles Home App

HiBattery X – Live-Übersicht

Screenshot der Hoymiles Home App mit dem HiBattery X Dashboard

Screenshot: Hoymiles App mit HiBattery X


Perspektivisch sollen die Home App (für Balkonkraftwerk- und Speicher-Nutzer) und die Installer App (für Eigenheim-PV-Anlagen wie die Hoymiles Hi-One-Serie) zu einer einzigen App zusammengeführt werden. Wer also heute den HiBattery X mit einem Balkonkraftwerk betreibt und später auf eine vollwertige Dachanlage erweitert, wird dann alles in einem Dashboard sehen.

Das Video aus unserem Kanal zeigt das Gerät in der Praxis – Anschluss, App-Bedienung und alle Features im Test:

Einsatz im Außenbereich: Heizung und Temperaturbereich

Der HiBattery X ist mit einer integrierten Heizung ausgestattet. Der angegebene Betriebstemperaturbereich reicht von –20 °C bis +55 °C. Das Gerät kann also technisch gesehen auch im Freien aufgestellt werden.

Für den optimalen Betrieb der LiFePO4-Zellen gilt jedoch: Der ideale Temperaturbereich liegt zwischen 15 und 25 °C. In diesem Bereich arbeiten die Zellen am effizientesten und erreichen ihre volle Zykluslebensdauer von 8.000 Ladezyklen. Wer das Gerät dauerhaft bei –10 °C im Freien betreibt, wird zwar keine Schäden riskieren, aber auf Dauer etwas Kapazität und Lebensdauer einbüßen.

Wenn du keine Möglichkeit hast, den Speicher drinnen unterzubringen, ist der Außeneinsatz also möglich – aber ein geschützter, möglichst temperierter Aufstellort ist immer die bessere Wahl.

Stapelbar bis 16 kWh – für wen macht das Sinn?

Einzeln liefert der HiBattery X 4 kWh. Durch Stapelung über die dafür vorgesehenen Anschlüsse an der Unterseite sind Systeme mit mehr als 16 kWh möglich. Das ist für ein Balkonkraftwerk-Segment ungewöhnlich viel Kapazität.

Ein gestapeltes System aus zwei oder mehr HiBattery-X-Einheiten kombiniert mit einer 6-kWp-PV-Anlage am Dach ist eine vollwertige Eigenheimanlage – ohne den Aufwand separater Hochvolt-Speicher und ohne externe Wechselrichter. Wie sich ein solcher Aufbau auf die Amortisationszeit auswirkt, erklärt der Ratgeber Lohnt sich ein Balkonkraftwerk mit Speicher? ausführlich mit konkreten Rechenbeispielen.

Server, Plasma, Racks, Hypermiles, Kühlung

Samuels Praxis-Einschätzung

Ich habe das Gerät seit etwa drei Monaten im Test – direkt aus dem Prototypen-Stadium, noch vor dem breiten Verkaufsstart. Mein Gesamteindruck: Der HiBattery X ist eines der ausgereiftesten Geräte, die ich in dieser Klasse bisher gesehen habe.

Was mich besonders überzeugt:

  • Die Temperaturüberwachung in den Steckern. Das klingt wie ein technisches Detail, ist aber in der Praxis relevant. Schlechte Verbindungen an DC-Steckern sind eine der häufigsten Fehlerquellen bei Balkonkraftwerken und PV-Anlagen. Dass das Gerät selbst diese Schwachstelle überwacht, ist eine sinnvolle Ergänzung – und soweit ich weiß, bei keinem anderen Hersteller in dieser Form verbaut.
  • Die MQTT-Schnittstelle. Wer Home Assistant nutzt oder seine Anlage lokal verwalten möchte, muss keine Kompromisse eingehen. Keine Cloud-Pflicht, keine proprietären Protokolle – das ist die richtige Entscheidung, und ich wünschte, mehr Hersteller würden das so umsetzen.
  • Die USV-Funktion. Bei Geräten, die dauerhaft laufen müssen – Heimserver, WLAN-Router, Beatmungsgeräte – macht eine Umschaltzeit unter 20 Millisekunden einen echten Unterschied. Das Netz kann kurz zusammenbrechen, ohne dass angeschlossene Geräte es merken.

Was ich kritisch anmerken würde: Das Gerät ist durch die integrierte Elektronik und die 4 kWh Kapazität relativ groß und schwer. Wer den Speicher in einer Mietwohnung mit einem klassischen 800-W-Balkonkraftwerk betreiben will, sollte vorher den verfügbaren Platz und die Tragfähigkeit des Aufstellorts prüfen. Für ein Einfamilienhaus oder einen Keller ist das kein Thema.

Für welche Speichergröße du bei deinem Aufbau greifen solltest, zeigt der Ratgeber Wie groß sollte der Speicher für ein Balkonkraftwerk sein? – mit Schritt-für-Schritt-Rechnung und konkreten Beispielwerten.

Fazit

Der Hoymiles HiBattery X ist ein leistungsstarker, gut durchdachter Speicher für Balkonkraftwerke und PV-Anlagen, der sowohl im Einfamilienhaus als auch als Teil einer wachsenden Eigenheimanlage sinnvoll ist.

Die Kombination aus 4 kW Eingangsleistung, 2.500 W AC-Ausgang, USV-Funktion, LiFePO4-Chemie mit 8.000 Zyklen, offenem MQTT und dem integrierten Sicherheitspaket ist in dieser Form bisher einzigartig auf dem Markt. Wer eine PV-Anlage betreibt oder plant und dabei langfristig denkt, sollte den HiBattery X auf der Liste haben.

Häufig gestellte Fragen zum Hoymiles HiBattery X Speicher

Eine Einheit hat 4.020 Wh – also knapp über 4 kWh nutzbarer Kapazität. Durch Stapelung mehrerer Einheiten lassen sich über 16 kWh Gesamtkapazität erreichen.
Ja. Der AC-Ausgang mit steckdosenkompatiblem Schuko-Anschluss erlaubt die direkte Kopplung mit gängigen Mikrowechselrichtern wie dem Hoymiles HMS-1600. Bis zu 2.500 W können so ein- oder ausgespeist werden. Im Standard-Modus ist die Einspeisung auf 800 W begrenzt – die Freischaltung auf 2.500 W erfordert eine Abnahme durch einen Elektriker.
Ja. Die Umschaltzeit bei Netzausfall liegt unter 20 Millisekunden. An der integrierten Steckdose können empfindliche Verbraucher wie Server, Netzwerktechnik oder medizinische Geräte angeschlossen werden, die eine konstante Stromversorgung benötigen.
Technisch ja – der Betriebstemperaturbereich reicht von –20 °C bis +55 °C, und das Gerät hat eine integrierte Heizung. Für eine optimale Lebensdauer der Zellen empfiehlt sich jedoch ein Aufstellort zwischen 15 und 25 °C. Ein geschützter Innenraum wie ein Keller oder eine Garage ist immer besser als dauerhafter Außenbetrieb.
Über die offene MQTT-Schnittstelle. Der Speicher lässt sich über die RJ45-Buchse lokal ins Heimnetzwerk einbinden – ohne Cloud-Pflicht und ohne proprietäre App als Zwang. Die Anbindung funktioniert auch mit dem Shelly 3EM Pro als Smartmeter.
Mehrere Einheiten lassen sich über die Anschlüsse an der Unterseite verbinden. Herstellerseitig sind Systeme mit mehr als 16 kWh Gesamtkapazität möglich. Die genaue Stackgröße sollte mit dem tatsächlichen PV-Ertrag und dem Tagesverbrauch des Haushalts abgestimmt werden.

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Hoymiles HiBattery 1920 AC Batteriespeicher
Adapter, Elektronik, Bildschirm, Computer-Hardware, Überwachen

Durchschnittliche Bewertung von 4.3 von 5 Sternen

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