Ertrag im Winter: Lohnt sich das überhaupt?
Eine berechtigte Frage. Die Antwort: Ja – aber anders als im Sommer.
Im Dezember liefert eine 10 kWp PV-Anlage an einem typischen Tag nur 5 bis 8 kWh. Das reicht nicht, um den gesamten Energiebedarf zu decken. Aber es reicht, um die Grundlast tagsüber zu versorgen: Kühlschrank, Router, Standby-Geräte, Heizungspumpe. Das sind rund 200 bis 500 Watt dauerhaft – und genau diese Leistung liefert die Anlage selbst an trüben Wintertagen unter schwierigen Bedingungen.
Im gesamten Winterhalbjahr (Oktober bis März) erzeugt eine 10 kWp Anlage rund 1.800 bis 2.500 kWh. Bei einem Strompreis von 37 Cent/kWh ersetzt das Netzstrom im Wert von 650 bis 925 Euro. Das ist kein Taschengeld.
Wer den Winterertrag maximieren will, hat mehrere Möglichkeiten. Am wichtigsten: PV Module mit guter Schwachlichtperformance wählen. Bifaziale Glas-Glas-Module schneiden bei diffusem Sonnenlicht besser ab als herkömmliche Module, weil sie auch von der Rückseite Licht aufnehmen – zum Beispiel reflektiertes Licht von einer hellen Dachoberfläche oder von Schnee.