Der Jahreswechsel ist für viele der Moment, an dem die gleichen Fragen wieder auftauchen: Was ändert sich 2026 bei Photovoltaik? Welche Gesetze betreffen meine PV-Anlage? Und lohnt sich ein Stromspeicher jetzt mehr denn je?
Ich möchte dir hier einen klaren Überblick geben, was im neuen Jahr 2026 wirklich wichtig wird – ohne Panikmache, aber mit ehrlicher Einschätzung aus der Praxis.
EEG-Novelle 2025 wirkt voll in 2026: Das E-Auto wird zum Stromspeicher
Eine der wichtigsten Änderungen kommt durch die EEG-Novelle, die jetzt ihre volle Wirkung entfaltet. Der große Hebel: Vehicle-to-Home (V2H) und Vehicle-to-Grid (V2G).
Was sich geändert hat? Früher war die Nutzung eines E-Autos als Stromspeicher steuerlich unattraktiv, weil Strom doppelt belastet wurde. Diese Doppelbesteuerung ist gefallen. Damit wird es 2026 erstmals wirklich wirtschaftlich, dein Elektroauto als Teil deiner Photovoltaik-Anlage zu nutzen.
In der Praxis heißt das: Du kannst den Strom aus deiner PV-Anlage im Fahrzeug speichern und später wieder für dein Haus nutzen. Einige Hersteller wie VW stellen bereits heute definierte Energiemengen zur Verfügung, andere werden folgen. Kombiniert mit einer DC-fähigen Wallbox sind Lade- und Entladeverluste sehr gering.
Ich würde sagen, dass ein E-Auto in vielen Fällen einen großen stationären Stromspeicher ersetzt – oder erlaubt zumindest, diesen deutlich kleiner zu dimensionieren.
Photovoltaik-Pflicht ab 2026: Was die Gesetze wirklich verlangen
Ein großes Thema sind die neuen Gesetze rund um die Photovoltaik-Pflicht. Ab 2026 werden die bestehenden Regelungen in vielen Bundesländern ausgeweitet.
Grundsätzlich gilt:
- Neubauten: Neubauten müssen bereits heute Photovoltaik installieren.
- Bestandsgebäude: Ab 2026 greift die Pflicht auch bei grundlegenden Dachsanierungen von Bestandsgebäuden.
Wichtig ist vor allem eines: Es geht nicht darum, wegen einzelner kaputter Dachziegel sofort handeln zu müssen. Die Photovoltaik-Pflicht greift erst dann, wenn die Dachhaut vollständig erneuert oder eine umfassende Sanierung durchgeführt wird. In den meisten Bundesländern bedeutet das, dass mindestens 30 Prozent der sogenannten Netto-Dachfläche mit einer PV-Anlage belegt werden müssen.
Zur Netto-Dachfläche zählen ausschließlich die tatsächlich nutzbaren Bereiche. Schornsteine, Dachfenster oder Gauben werden abgezogen, sodass es in der Praxis oft nur um sechs bis acht Solarmodule geht.
Entscheidend ist außerdem, dass die Regelungen nicht bundesweit einheitlich sind. Die konkreten Vorgaben unterscheiden sich je nach Bundesland, weshalb Eigentümer bei Neubauten oder Sanierungen immer prüfen sollten, welche Anforderungen vor Ort gelten.
Du möchtest mehr darüber erfahren? - Dann lies unseren Artikel zum Thema PV-Pflicht in 2026: