Elektroauto mit Photovoltaik laden – so nutzt du eigenen Solarstrom als Fahrstrom
Mit einer eigenen PV-Anlage kannst du dein Elektroauto für rund 2 Euro pro 100 km laden – statt 8 bis 12 Euro mit Netzstrom. Das ist kein Versprechen für die Zukunft, sondern heute schon Alltag für tausende E-Auto-Fahrer in Deutschland. Was du dafür brauchst, wie du deine Solaranlage richtig dimensionierst und welche Ladelösung am besten zu dir passt – das zeigen wir dir hier.
Das Wichtigste in Kürze
- Solarstrom kostet dich ca. 5–12 Cent pro kWh, Netzstrom 30–40 Cent – der Unterschied macht sich beim E-Auto besonders bemerkbar
- Für ein Elektroauto mit 10.000 km Jahresleistung brauchst du ca. 2.000 kWh zusätzlich – das entspricht rund 2 kWp mehr PV-Leistung
- Mindestens 1,4 kW PV-Überschuss sind nötig, damit deine Wallbox überhaupt mit dem Laden beginnt
- Ein Energiemanagementsystem sorgt dafür, dass dein Auto automatisch lädt, wenn gerade genug Solarstrom produziert wird
- Mit Stromspeicher erreichst du einen Autarkiegrad von 80–90 % – auch wenn du abends nach Hause kommst
Kann ich mit einem Balkonkraftwerk mein E-Auto laden?
Grundsätzlich ja – aber mit klaren Einschränkungen. Die neue VDE-Norm (DIN VDE-AR-N 4105) erlaubt zwar mehr Module und Speicher am Balkonkraftwerk, die maximale Einspeiseleistung bleibt aber bei 800 Watt.
Zum Vergleich: Deine Wallbox braucht mindestens 1.400 Watt PV-Überschuss, bevor sie überhaupt mit dem Laden beginnt.
Ein Balkonkraftwerk allein reicht also nicht aus, um ein E-Auto zuverlässig zu laden. Als Ergänzung zu einer größeren PV-Anlage macht es aber Sinn – es erhöht deinen PV-Stromanteil und schöpft den Solarertrag noch besser aus.